Alles was du ĂŒber Gelee Royal wissen musst - beegut Bienenwissen

Die Bezeichnung klingt königlich und prestigetrĂ€chtig: GelĂ©e Royal. Wie Honig oder Propolis stammt es aus Bienenstöcken - aber die Bienen produzieren diesen Stoff aus ganz anderen GrĂŒnden als die ĂŒbrigen Substanzen. WĂ€hrend Honig den Arbeitsbienen Energie liefert, Propolis als Schutzschild gegen Keime dient, ist GelĂ©e Royale die Hauptnahrungsquelle fĂŒr die Königin des Volkes.
In erster Linie ist es also eine nahrhafte Substanz, die von jungen Ammenbienen produziert wird und bedeutende Mengen an NĂ€hrstoffen enthĂ€lt, die fĂŒr das Zellwachstum und die Fortpflanzung wichtig sind.

Das Sekret wird in den DrĂŒsen von Arbeiterbienen zur Aufzucht von Bienenlarven und natĂŒrlich als Futtersaft fĂŒr die Königin produziert. Die Larven bekommen es in den ersten Stadien, um ihnen einen optimalen Start in ihr kurzes, arbeitsreiches Leben zu sichern. Die Königin wird damit versorgt, damit sie ihre GrĂ¶ĂŸe und LeistungsstĂ€rke erhĂ€lt, die sie in ihrem langen, fast noch mĂŒhsameren Arbeitsleben dringend benötigt. Es ist wahrlich kein Zuckerschlecken, eine Biene zu sein - ob nun Arbeiterin oder Königin, doch der Futtersaft mit der königlichen Bezeichnung schafft wenigstens die körperlichen und vielleicht sogar auch die geistigen Voraussetzungen dafĂŒr.

Wir wollen mal genau zu den DrĂŒsen blicken: was ist drin in dem Futtersaft? Wird die Königin tatsĂ€chlich nur wegen GelĂ©e Royal so groß und lebt so viel lĂ€nger? LĂ€sst sich dieser Effekt auf den Menschen ĂŒbertragen? FĂŒr was nutzt der Mensch noch die Nahrung der Bienenkönigin? Auch der ethischen Frage gehen wir nach - ist es vertretbar, den Tieren ihre selbst produzierte Nahrung wegnehmen? Und falls ja: warum ist GelĂ©e Royal so teuer? Diese und mehr Fragen werden im folgenden Beitrag unaufgeregt und solide beantwortet.

Was ist dieses Gelée Royal nun genau?

Gelee Royale ist die Hauptnahrungsquelle fĂŒr Bienenlarven in den ersten drei Tagen ihrer Entwicklung. Eine Larve, die als Bienenkönigin auserkoren wird, bekommt ihr ganzes Leben lang nur GelĂ©e Royale als Nahrung. Es ist erstaunlich, doch rein von der Genetik her, unterscheidet sich eine Arbeiterbiene nicht im Geringsten von der Bienenkönigin. Der Speiseplan, der ausschließlich der Königin ĂŒber den ersten Larvenstadien hinaus zuteil wird, bewirkt, dass sich die Larve in ihrem Verhalten und ihrer Physiologie trotz der gleichen genetischen Grundlage völlig anders entwickelt als ihre Artgenossen.

Die exklusive, proteinreiche FĂŒtterung löst die volle Entwicklung ihrer Eierstöcke aus, die notwendig sind, um die Millionen von Eizellen zu erzeugen, die sie in ihrem Leben legen wird. Die Königin reift in 5 Tagen und wiegt doppelt so viel wie eine Arbeitsbiene. WĂ€hrend eine Arbeitsbiene nur 30-45 Tage alt wird, dauert das Leben der Königin zwischen 5 und 6 Jahren.

Doch dieses Leben hat nichts mit gemĂŒtlichen Regieren zu tun: Die Königin legt etwa 250.000 Eier in einer Saison und in der Hochsaison kann sie bis zu 2000 Eier pro Tag legen. Diese unfassbare Leistung wird einigen Experten zufolge auf den extrem hohen NĂ€hrstoffgehalt des GelĂ©e Royale zurĂŒckgefĂŒhrt, der die ausschließliche Nahrung der Königin ist.

Um das gleich an dieser Stelle abzurunden: es gibt auch Stimmen, die die Meinung vertreten, nicht die Gabe von GelĂ©e Royal sei ausschlaggebend fĂŒr das enorme Wachstum, die LebenslĂ€nge und das Leistungsvermögen der Bienenkönigin, sondern das sei das Resultat dessen, was sie nicht frisst: eben alles, was eine “normale” Biene vertilgt: Honig, Pollen, BlĂŒtenpollen. Demzufolge werden durch die ausschließliche FĂŒtterung mit dem auch als Weiselsaft bekannten GelĂ©e Royal bestimmte Gene aktiviert. Welche Theorie jetzt stimmt, ist wissenschaftlich noch nicht restlos geklĂ€rt.

Wie wird der königliche Futtersaft gewonnen?

Die Herstellung obliegt allein den Bienen. Keine Industrie, kein Labor und keine noch so innovative Chemiefabrik kann den Futtersaft “nachbauen”. Die Nahrung, die auch als Weisel- oder Königinnenfuttersaft bezeichnet wird, hat ihren Ursprung in den BrutfutterdrĂŒsen (HypopharynxdrĂŒsen) und in den OberkieferdrĂŒsen (MandibeldrĂŒsen) einer jungen Arbeitsbiene. Zwischen ihrem 6. und 12. Lebenstag produzieren die Jungbienen den Saft.

Und wie kommt der Imker an den Saft?

Zugegeben - die “Ernte” von GelĂ©e Royal ist umstritten. Im Normalfall nimmt der Imker ein sogenanntes “WeiselnĂ€pfchen”, also eine fĂŒr die Königin angedachte Wabenzelle, in der die Brut abgelegt wird. Die Ammenbienen beginnen damit, die Larven zu versorgen und nach drei Tagen wird die Larve vom Imker entnommen und der Futtersaft ĂŒber eine Spritze oder Pumpe abgesaugt. In der Kritik steht die Gewinnung aufgrund der enormen Stresssituation fĂŒr die Bienen und dem Entnehmen der Larve. Ein Bienenvolk wĂ€hlt meist bis zu zehn Larven aus, die als zukĂŒnftige Königin in Betracht kommen könnten. Werden die Larven durch den Imker entfernt, gerĂ€t das Volk in helle Aufruhr, immerhin droht die Gefahr, ohne Königin dazustehen. Auf diesem Weg kann ein Imker pro Volk etwa 500 Gramm des Weiselsfuttersaftes gewinnen.

Kurzer Ausflug und Einblick in die Welt der Bienen

GelĂ©e Royal ist untrennbar mit der Bienenkönigin verbunden, deswegen werfen wir mal einen kurzen Blick in den Bienenstock und auf das Leben des Oberhauptes. Im Gegensatz zu ihren Artgenossen ist eine Bienenkönigin geschlechtsreif, sie kann sich also paaren. Die junge Bienenkönigin verlĂ€sst als “junge Maid” im Alter zwischen 7 und 14 Tage den Bienenstock und sucht den sogenannten Drohnenplatz auf. Dort warten bereits tausende mĂ€nnlicher Bienen (Drohnen). Von den vielen BienenmĂ€nnern wird es zwischen 10 und 20 gelingen, sich mit der weiblichen Biene zu paaren. Es obliegt ein StĂŒck weit der Geschicklichkeit, denn die Paarung vollzieht sich nicht gemĂŒtlich auf dem GĂ€nseblĂŒmchen, sondern im Flug (Hochzeitsflug).
Diese Drohnen haben allerdings nicht lange Freude ĂŒber das zweifelhafte “GlĂŒck”, sich mit der Königin zu paaren, denn das mĂ€nnliche Geschlechtsteil verbleibt im Körper der Königin und somit ist das Leben des Drohn nach der Paarung beendet. Die restlichen tausend Drohnen ĂŒbrigens, die nicht zum Zuge kamen, sind zwar noch am Leben, doch in den Bienenstock zurĂŒck kommen sie nicht mehr, ihnen droht also der Hungertod.
Die Königin muss nach diesem Hochzeitsflug nie mehr ausfliegen, denn sie kann bis zu ihrem Lebensende die Eier der Drohnen austragen, die dafĂŒr ihr Leben ließen. In Zahlen ausgedrĂŒckt: die Königin trĂ€gt etwa 6 Millionen Spermien in sich.

Übrigens war die Königin zu Beginn ihres Lebens auch nicht zimperlich: Da ein Bienenvolk etwa 10 Larven mit GelĂ©e Royal fĂŒttert, reifen sozusagen 10 kleine Bienen heran, die den Thron anstreben. Entwickelt sich eine Königin schneller als die anderen, werden die Konkurrentinnen gnadenlos niedergestochen. Möchte der Zufall es haben, dass zwei Königinnen exakt zur gleichen Zeit schlĂŒpfen, gibt es ein Gefecht, an dessen Ende nur eine das "Schlachtfeld" verlĂ€sst.

Die Bienenwelt ist absolut faszinierend, vor allem der Futter-Aspekt: dass die Königin direkt oder indirekt ausschließlich durch die Futteraufnahme von GelĂ©e Royal zu der Legeleistung, wie schon oben angesprochen, fĂ€hig ist. Das wirft natĂŒrlich die Frage auf: Was ist drin, in dem Futtersaft?

Die Inhaltsstoffe von Gelée Royal

Das milchige Sekret enthÀlt typischerweise:

  • 60% bis 70% Wasser
  • 12% bis 15% Proteine
  • 10% bis 16% Zucker
  • bis 6% Fette
  • 2% bis 3% Vitamine,
  • Salze, AminosĂ€uren sowie 10-HydroxydecensĂ€ure (10-HDA), Lipiden und 4-HydroxybenzoesĂ€uremethylester als natĂŒrliches Konservierungsmittel. 


Die Zusammensetzung ist nie exakt gleich, sie variiert je nach Geographie und Klima. Ausschlaggebend sind sicher nicht die einzelnen Stoffe, sondern die Verbindung derer. dadurch ergibt sich ein nĂ€hrstoffreicher Cocktail, der eventuell tatsĂ€chlich zu Höchstleistungen beflĂŒgeln kann.

Gelée Royal und die Menschen

Es ist nicht genau bekannt, wann der Mensch auf GelĂ©e Royal aufmerksam wurde. Vermutet wird, dass der Futtersaft sowohl im alten Ägypten, im antiken Griechenland als auch bei den Römern genutzt wurde. Auch Hippokrates soll wohl schon Versuche unternommen haben, GelĂ©e Royal zu Heilzwecken einzusetzen, historisch einwandfrei belegt ist das allerdings nicht.
Kulturen auf der ganzen Welt verwendeten GelĂ©e Royale, um ein gesundes und langes Leben zu fördern. Da es sich um eine so kostbare Substanz handelt,konzentrierte sich die historische Verwendung hauptsĂ€chlich fĂŒr königliche Zwecke. In der traditionellen chinesischen Medizin wird der Futtersaft als "Nahrung der Kaiser" bezeichnet und wird seit langem als lebensverlĂ€ngerndes Elixier verschrieben, aber auch um Energie und VitalitĂ€t zu fördern und Krankheiten vorzubeugen.

Es wurde zudem von den indischen Maharadschas verwendet, die die Substanz als SchlĂŒssel zur Erhaltung der jugendlichen Energie einordnen. Im alten Ägypten wurde es den Pharaonen verabreicht, um ihre Langlebigkeit zu fördern. Vor kurzem wurde Papst Pius XII. (1876-1958) von seinem Arzt GelĂ©e Royale verschrieben, um ihm zu helfen, sich von einer schweren Krankheit zu erholen. Prinzessin Diana (1961-1997) soll es wĂ€hrend ihrer Schwangerschaft genutzt haben, um ihrer MorgenĂŒbelkeit entgegenzuwirken und Königin Elizabeth verwendet wohl den Futtersaft regelmĂ€ĂŸig, um MĂŒdigkeit vorzubeugen, immerhin ist die Dame schon ĂŒber 90.

Wo wird das Gelee angewendet?

Heute wird GelĂ©e Royale von mehr als einer Königin verwendet. China gilt als weltweit grĂ¶ĂŸter Produzent und Exporteur mit einer geschĂ€tzten Jahresproduktion von 400-500 Tonnen. Fast alle Exporte gehen nach Japan, Europa und in die USA. Korea, Taiwan und Japan sind ebenfalls wichtige Produzenten und Exporteure.
Es gilt gleichwohl als “Superfood” sowie als “Booster” fĂŒr die Haut in kosmetischen Produkten.
Das weite Nutzungsfeld erstreckt sich bei innerer Einnahme bei allen möglichen Beschwerden und Zipperlein, wobei es im wissenschaftlichen Sinn medizinisch eher eine untergeordnete Rolle spielt.
In der Heilkunde wird GelĂ©e Royal bei folgenden Beschwerden eingesetzt, wobei die Auflistung ganz klar nur darstellen soll, wann es in der Naturheilkunde verwendet wird und nicht als Empfehlung zu verstehen ist. Wer sich fĂŒr eine eventuelle positive Wirkung interessiert, ist am besten beraten, sich beim Arzt oder Heilpraktiker zu informieren, wir dĂŒrfen laut Gesetz (EU Health Claims Verordnung) ĂŒber gesundheitliche Anwendung oder Heilwirkung keine Aussagen machen.

Die Wirkung des Gelée Royal

Laut der Naturheilkunde soll der Königinnenfuttersaft innerlich bei Erschöpfung, Appetitlosigkeit, Stress, KonzentrationsschwĂ€che, Wechseljahresbeschwerden und zur Steigerung der Libido eingenommen werden. Zudem wird darĂŒber berichtet, dass es einen gĂŒnstigen Einfluss auf den Cholesterinspiegel haben soll, den Blutzuckerspiegel regulieren oder die Sauerstoffaufnahme positiv beeinflussen. Ob das alles so stimmt, wissen wir nicht - doch wir von beegut nutzen das GelĂ©e ebenfalls (am liebsten im Honig vermischt) und möchten es nicht mehr missen.
Hierzulande ist das Bienenerzeugnis ein NahrungsergÀnzungsmittel, auch wenn es in Form von Kapseln oder als Pulver angeboten wird.

Als wertvoller Bestandteil in kosmetischen Produkten

Der Futtersaft ist hĂ€ufig ein Bestandteil in Cremes. Die Beauty-Industrie nutzt den Futtersaft entweder gefriergetrocknet oder pulverisiert. Da die Ernte extrem schwierig ist und ein Volk höchstens 500 Gramm pro Jahr einbringt, ist der Saft auf dem Weltmarkt sehr teuer. Dementsprechend teuer sind natĂŒrlich auch die Pflegeprodukte, in denen der Inhaltsstoff enthalten ist. DafĂŒr wirkt es aufgrund der enthaltenen Substanzen der Hautalterung entgegen und versorgt das grĂ¶ĂŸte Organ des Menschen mit allen Substanzen, die die gesunde Haut benötigt. 

Den kostspieligen Industrieprodukten lĂ€sst sich ganz einfach entgehen, indem man sich seine Naturkosmetik mit GelĂ©e Royal selber macht, das ist nicht schwer und macht Spaß.

Selbstgemachte Salbe mit Gelee Royale, so gehts:

Zuerst wird das Bienenwachs im Wasserbad eingeschmolzen. Hat es sich vollstĂ€ndig verflĂŒssigt, wird es aus dem heißen Wasserbad entnommen und in ein kaltes Wasserbad gestellt. Unter stĂ€ndigem RĂŒhren wird GelĂ©e Royal hinzugefĂŒgt, bis sich eine puddingartige Konsistenz einstellt. In ein Cremetiegel abfĂŒllen und rasch verbrauchen - alternativ noch einige Tropfen Konservierungsmittel dazugeben, so bleibt die Salbe wesentlich lĂ€nger haltbar.

Die innerliche Anwendung

Gut, der Futtersaft ist fĂŒr die Bienenkönigin, vermutlich schmeckt er ihr auch. Wir von beegut kennen niemand, der die Aussage nach dem Wohlgeschmack bejaht. Heilpraktiker empfehlen jedoch, tĂ€glich eine Messerspitze voll einzunehmen. Was tun? Ganz einfach: Der Futtersaft kann in das MĂŒsli, in den Joghurt, in den Smoothie oder in die FrĂŒhstĂŒcksmilch eingerĂŒhrt werden - und schon ist der Geschmack nicht mehr messbar. Ein weiterer Tipp ist die Verwendung im Honig. Entweder eine kleine Menge direkt auf dem Honigbrot verteilen oder eine grĂ¶ĂŸere Menge in das Honigglas einrĂŒhren.

Gibt es das Gelee auch direkt aus Deutschland?

Es ist fast unmöglich, reines GelĂ©e Royal aus Deutschland zu erhalten. Auch das europĂ€ische Ausland reicht nicht aus, deswegen kaufen die meisten Imker oder HĂ€ndler den Futtersaft auf dem Weltmarkt, dessen Gewinnung sich hauptsĂ€chlich in Asien abspielt. Frisches GelĂ©e Royal aus Deutschland wĂ€re immens teuer, das wĂŒrden nur die wenigsten bezahlen wollen beziehungsweise können. Doch nicht alles, was von anderen Kontinenten stammt, ist gleich “schlecht”. Es gibt in jeder Kultur Menschen, die der Natur und den Tieren wohlgesonnen sind, die sie nicht ausbeuten, sondern respektieren. Die Krux ist: Nicht jeder prĂŒft das importierte Produkt.

Gelee Royal kaufen bei uns im Shop



Wir beziehen unser Bienenköniginnenfuttersaft (ĂŒber unseren Partner-Imker aus Deutschland) aus Asien oder SĂŒdamerika. Aber: Wir lassen unser Bienenerzeugnis in Deutschland durch unseren Imker-Partner prĂŒfen und kontrollieren. Zudem achten wir streng auf die Einhaltung der KĂŒhlkette, denn der Futtersaft ist ein hochempfindliches Lebensmittel mit einer kurzen Haltbarkeit. Wird es kĂŒhl gelagert, hĂ€lt es einige Monate, im Gefrierfach natĂŒrlich deutlich lĂ€nger.
Wir legen höchsten Wert auf Premium-QualitĂ€t und sind deswegen mehr als sorgsam bei der PrĂŒfung, der KĂŒhlkette und des Versands unseres GelĂ©e Royal.


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