5 exotische Honigsorten, die du bestimmt noch nicht kennst

Geposted von Alexandr Matenyn Collaborator

5 exotische honigsorten

Inhalts├╝bersicht

    Die Globalisierung und das allumspannende Internet sorgen daf├╝r, dass wir hierzulande l├Ąngst nicht mehr ausschlie├člich einheimische Produkte in den Supermarktregalen finden. Wurden fr├╝her in vergangenen Jahrhunderten Gew├╝rze mit Karawanen ├╝ber Jahre m├╝hsam in andere L├Ąnder transportiert, gen├╝gt heute ein Klick, um am n├Ąchsten Tag das begehrte Gut zu haben. Dasselbe Beispiel mit Honig.

    W├Ąhrend man zu Gro├čmutters Zeiten einfach den Honig im Hause hatte, den der im Dorf ans├Ąssige Imker anbot, hat sich das Spektrum absolut erweitert. Es ist nichts Besonderes mehr, Manuka Honig, Thymianhonig oder Eukalyptushonig zu kennen oder ihn gar in seiner heimischen K├╝che stehen zu haben. Selbst mit Begriffen wie Leatherwoodhonig oder Pinienhonig k├Ânnen die meisten etwas anfangen.

    Wenn du gerne in fremde Kulturen schnupperst und auf der steten Suche nach exotischen Honigsorten bist, d├╝rftest du die genannten sicher kennen. Vielleicht gelingt es uns, dich mit 5 exotischen Honigsorten bekannt zu machen, die du noch nicht kennst? Schaun wir mal:

    Rewarewa-Honig

    Die neuseel├Ąndischen Maori nennen ihn ÔÇťRewarewaÔÇŁ, die Engl├Ąnder sagen ÔÇťHoneysuckleÔÇŁ und botanisch korrekt w├Ąre ÔÇťKnightia excelsaÔÇŁ f├╝r den bis zu 30 Meter gro├čen Baum, der zu den Silberbaumgew├Ąchsen (Proteaceae) geh├Ârt und in Neuseeland beheimatet ist. Bienen sagen vermutlich eher nichts, sie fliegen seine leuchtend roten Bl├╝ten einfach an, da er eine ausgezeichnete Trachtquelle f├╝r sie bietet. Der daraus gewonnene Honig ist bernsteinfarben und kristallisiert nur langsam aus. Geschmacklich hat er ein weiches, leicht malziges Aroma, welches gerne als blumig und rauchig beschrieben wird. Interessant, dass er keinen hohen Pollenanteil beinhaltet. In Neuseeland wird Rewarewa-Honig teilweise mit Manuka Honig gemischt, da beide Honige als antioxidativ gelten.

    Kaffeebl├╝tenhonig

    kaffebl├╝tenhonig

    Kann Honig nach Kaffee schmecken? Nein. Oder doch, ein kleines bisschen. Zumindest, wenn es sich um Kaffeebl├╝tenhonig handelt. Die urspr├╝nglich aus Afrika stammende Kaffeepflanze wird heute gezielt im sogenannten ÔÇťKaffeeg├╝rtelÔÇŁ zwischen dem 23. ┬áBreitengrad n├Ârdlich und dem 25. Breitengrad s├╝dlich angebaut. Wildwachsende Kaffeepflanzen finden sich ├╝berwiegend in k├╝hleren Hochlagen in tropischen Regionen, etwa in Brasilien oder Mexiko.

    Von den ├╝ber 6000 Arten der Kaffeepflanze, die zu den R├Âtegew├Ąchsen z├Ąhlt, werden nur wenige zur Herstellung des Getr├Ąnkes herangezogen, haupts├Ąchlich Arabica und Robusta. Kaffeebl├╝tenhonig stellt f├╝r viele Menschen einen Nebenerwerb dar, er wird selbst konsumiert und innerhalb der Dorfgemeinschaft verkauft. Der in den freien Handel gebrachte Kaffeebl├╝tenhonig ist meist von heller Farbe und cremiger Konsistenz. Er schmeckt sehr aromatisch, mild und l├Ąsst einen hauch Kaffeearoma mehr als nur erahnen.┬á┬á

    Kamahi Honig

    Schon wieder Neuseeland? Ja, der Inselstaat im Pazifik ist ein Paradebeispiel f├╝r bl├╝hende Landschaften und hat dementsprechend auch viele Pflanzen, die wir hierzulande nicht kennen. So geh├Ârt beispielsweise der immergr├╝ne Kamahibaum zur urspr├╝nglichen neuseel├Ąndischen Vegetation. Er gedeiht auf beiden Inseln des Landes, wobei es auf der S├╝dinsel eine Besonderheit im Zusammenhang mit dem Kamahibaum gibt: Die Region South Westland zeigt, wie die Welt ohne uns Menschen aussehen k├Ânnte. Es ist eine d├╝nn besiedelte Gegend voller Naturschauspiele und unber├╝hrter Landschaften. Die Geschichte des Kamahi geht hier bis zur Zeit der Dinosaurier zur├╝ck. Im South Westland darf nur eine menschliche Spezies Nutzen aus der atemberaubenden Natur ziehen: Imker. Ihnen ist es erlaubt, dort ihre Bienenst├Âcke aufzustellen. Jegliche andere Nutzung ist verboten. Kamahi Honig schmeckt hocharomatisch und vollmundig. Er ist meist von sehr heller Farbe und d├╝rfte aufgrund seiner s├╝├čen und fruchtigen Geschmacksnoten bei Kindern gut ankommen.┬á┬á

    Quillajahonig

    Quillaja saponaria - das h├Ârt sich schon direkt nach Temperament und sehr s├╝dlichem Flair an. Richtig, denn Quillaja saponaria ist die botanische Bezeichnung f├╝r den Quillaybaum, der in Chile beheimatet ist. In den dortigen Bergregionen gedeihen die B├Ąume, die zur Pflanzengattung der Schmetterlingsbl├╝tenartigen geh├Âren. Hierzulande wird die Pflanze gerne als ÔÇťSeifenbaumÔÇŁ bezeichnet, da Inhaltsstoffe der Rinde gerne f├╝r Seifen und Haarwaschmittel genutzt werden. Ein aus dem Baum gewonnenes Pflanzenextrakt ist in Europa unter der Kennung E 999 als Lebensmittelzusatzstoff erlaubt. Der Honig aus dieser Trachtquelle schmeckt sehr blumig, dabei sehr harmonisch und hinterl├Ąsst noch lange einen angenehmen Nachgeschmack. Er ist von heller Farbe und wird meist cremig ger├╝hrt angeboten.

    Yucatanhonig

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    Was heute als nordamerikanische Halbinsel ÔÇťYucatanÔÇŁ bezeichnet wird, war fr├╝her ÔÇťdas Land der MayaÔÇŁ. Ob die alte Hochkultur auch schon den Honig gegessen hat, der heute bei uns als Spezialit├Ąt gilt? Ja, hat sie, denn die Maya nutzten Honig sowohl als S├╝├čungsmittel als auch zur Heilung diverser Beschwerden. Yucatan ist eine Halbinsel in Mexiko, die sich ├╝ber drei Bundesstaaten erstreckt (Yucatan, Campeche und Quintana Roo) und den Golf von Mexiko mit der Karibik verbindet.

    Honig, der seinen Ursprung auf der Halbinsel hat, findet sich oft als ÔÇťMaya-HonigÔÇŁ deklariert. Es ist ein dunkler Bl├╝tenhonig, der sich aus ├╝ber 800 wild bl├╝henden Pflanzen zusammensetzt. Deswegen schmeckt Yukatanhonig nie gleich - dabei aber immer hervorragend blumig und hocharomatisch, mit einem ordentlichen Einschlag tropischer Raffinesse.

    Und :-)?

    Jetzt hoffen wir nat├╝rlich, dass wir dich wenigstens ein wenig ├╝berraschen konnten. Exotischer Honig bedeutet oft, dass sich kleine Imker ein Zusatzeinkommen verdienen, sei es in Afrika, S├╝damerika oder Asien. Die Bienenhaltung hat h├Ąufig nichts mit der uns bekannten Imkerarbeit zu tun, sondern wird noch so praktiziert, wie man fr├╝her Honig gewonnen hat, etwa in Baumh├Âhlen. Wirft man beispielsweise einen Blick in Richtung Himalaya, dann riskieren die dortigen Honigj├Ąger sogar ihr Leben, um an den steilen Felsklippen den Honig der Wildbienen zu ergattern. Exotische Honigsorten sind es immer wert, genauer betrachtet oder gar versucht zu werden, immerhin: Reisen bildet - auch auf dem Fr├╝hst├╝cksbr├Âtchen.


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