Honig - weltweit geschätzt und beliebt. Doch wie entsteht er eigentlich, oder kurz wie wird er “gemacht”? “Machen” bedeutet ja etwas herstellen, fertigen oder produzieren. Es stimmt, Bienen stellen Honig her, doch die Natur hat sich einige physikalische Tricks einfallen lassen, um aus Blütennektar oder Honigtau letzten Endes Honig zu “machen”. Im unseren Beitrag geht es genau darum, um die Fertigung, Produktion und Herstellung von leckeren Honig - kindgerecht erklärt.
Von Bienchen und Blümchen
Honig entsteht im Grunde ohne menschliches Zutun. Pflanzen stellen Nektar bereit und locken Insekten wie Honigbienen an, um sich diesen zu holen. Ziel der Pflanze ist ihre Vermehrung, denn bei jedem Besuch eines Insekts haften sich winzige Pollen an das Insekt an, der weitergetragen wird. So wird die Bestäubung gesichert. Diese Symbiose ergibt einen kleinen, in sich geschlossenen Kreislauf.
Futter für alle
Bienen sammeln Nektar und Pollen, um daraus ihr Futter herzustellen. Damit wird der laufende Betrieb gewährleistet und Überschüsse für schlechte Zeiten eingelagert. Baubienen machen aus kleinen Wachsplättchen die typischen Wabenzellen. Darin werden die Futtervorräte eingelagert. Durch das Hinzufügen von etwas Propolis werden Keime und Erreger davon abgehalten, sich an dem kostbaren Lagergut zu bedienen.
Vom Nektar zum Honig - so wird er gemacht
Bienen sind blütenstet. Hat eine Erkundungsbiene eine reichhaltige Nektarquelle entdeckt, “erzählt” sie per Bienentanz ihren Artgenossen davon. So fliegen alle Sammelbienen des Stockes zu dieser Tracht, um den Nektar der Pflanzen zu holen. Mit ihren Saugrüsseln nehmen die Bienen den Pflanzensaft auf und lagern ihn in ihrem Honigmagen ein. Ist er voll, kehrt die Biene zurück in den Bienenstock und übergibt den Inhalt des Honigmagens an die Stockbiene. Jetzt beginnt die Arbeit, denn der süße Nektar ist erst mal nichts anderes, als eine zuckerhaltige, wässrige Lösung.
Aufsaugen, ablassen
Im Bienenstock wird der Pflanzensaft mehrfach eingesaugt und wieder abgegeben. Bei jedem Vorgang wird der Saft mit Enzymen, Proteinen, Säuren und anderen bieneneigenen Substanzen angereichert. Zudem verringert sich auf diese Weise der Wassergehalt schon mal beträchtlich.
Die Einlagerung
Die Bienen wissen instinktiv, wann der Wassergehalt bei rund 30 bis 40 Prozent liegt. Zeit für das Einlagern! Der verdickte Saft wird in eine leere Wabenzelle gefüllt, allerdings nicht bis zum Rand. Immerhin muss der Wassergehalt noch weiter reduziert werden, ergo muss eine Verdunstungsfläche geschaffen werden. Zur Beschleunigung fächeln die Bienen mit ihren Flügeln und erzeugen so einen Luftstrom zur schnelleren Verdunstung des Wassers. Erstaunlicherweise reduzieren Bienen ohne irgendwelche technischen Hilfsmittel den Wassergehalt von anfangs rund 75 Prozent auf am Ende unter 20 Prozent. Und das innerhalb kürzester Zeit!
Verdeckeln
Zu einer ordentlichen Lagerhaltung gehört natürlich auch das Verschließen. Hat der Inhalt der Wabenzelle die richtige Konsistenz - also einen Wassergehalt unter 20 Prozent, kommt ein Wachsdeckel auf die Zelle, im Fachjargon als “Verdeckeln” bezeichnet. Der Imker kann anhand der Verdeckelung erkennen, ob der Honig reif ist. Verantwortungsvolle Imker nehmen den Bienen nicht den ganzen Honig weg. Sie sorgen dafür, dass den Tieren immer noch genug bleibt.
Von der Wabe ins Glas
Das ist Honig
In Deutschland regelt die Deutsche Honigverordnung, dass dem Honig weder etwas zugesetzt noch etwas entzogen werden darf. Das sichert die Qualität des Naturproduktes Honig.
Unsere beegut Honige von fleißigen Bienchen und stolzen Imkern
Unsere Honigsorten werden im norddeutschen Tiefland, im ländlichen Ungarn oder waldigen Bulgarien geimkert. In Regionen, in denen Pflanzen- und Tierwelt dem Kreislauf der Natur folgen. Das ist reiner und unverfälschter Honiggenuss, der allein von Bienen hergestellt, produziert oder gefertigt wurde. So, wie Honig eben gemacht wird. Bei uns findest du keine billige-Supermarkt Honige, sondern noch richtige Imkerarbeit.
1 Kommentar
Sehr gut erklärt, auch für Erwachsene.