Kann man Honigwaben essen?

Geposted von Hannes Borst am

honigwabe essen

Frische Honigwaben liegen im Trend. Das wiederum k├Ânnte daran liegen, dass die Verbraucher derzeit naturbelassenen Produkten gro├če Wertsch├Ątzung entgegenbringen. Unter den Bienenerzeugnissen ist Wabenhonig ein beeindruckendes Beispiel, denn es handelt sich um die nat├╝rlichste und urspr├╝nglichste Form des Honigverzehrs. Wabenhonig enth├Ąlt ein echtes St├╝ck einer Honigwabe, was ihn zu einem besonders aromatischen Schmankerl macht.

Was ist nun Wabenhonig?

Der Unterschied zwischen Wabenhonig und geschleuderten Honig beginnt bereits im Bienenstock. M├Âchte ein Imker ganz normal seinen Honig im Glas abf├╝llen, wird er nach der Bl├╝te ab und an in den Bienenstock schauen, um den Reifegrad zu pr├╝fen. Eventuell nutzt er ein Refraktometer, um sich damit auf einer Skala den Wassergehalt im Honig anzeigen zu lassen. Dieser ist n├Ąmlich genau festgelegt: Laut der Deutschen Honigverordnung darf Honig nicht mehr als 20 Prozent Wasser enthalten, nach dem Deutschen Imkerbund liegt die Schwelle sogar bei 18 Prozent. Sobald also dieser Wert erreicht wird, kann sich der Imker ans Ernten machen - zumindest bei Honig, der anschlie├čend geschleudert wird.

Bei Wabenhonig muss der Imker nichts messen, sondern nur schauen. Denn Bienen wissen ebenfalls hervorragend, wann ihr Honig reif ist. Ist er das, verschlie├čen die Tiere die mit Honig gef├╝llten Wabenzellen mit einer d├╝nnen Wachsschicht. Im Fachjargon wird dieser Prozess als ÔÇťVerdeckelnÔÇŁ bezeichnet und auch das ist f├╝r den Imker ein Anzeichen, dass der Honig reif ist. Wabenhonig ist also exakt jener Honig, der unter den verdeckelten Wabe eingelagert ist.

Die fr├╝he Herstellung von Wabenhonig

Die ersten Formen der Honigernte bestand darin, die Waben aus den Bienenheimen zu holen. Meist hielt der Imker gezielt nach hellen Waben Ausschau, w├Ąhrend dunklere Waben eingeschmolzen wurden. Helle Waben sind unbebr├╝tet, w├Ąhrend dunkle durchaus mit H├Ątungsresten und Kot gef├╝llt sind.

Bei dieser Ernteform verloren die meisten Tiere ihr Leben, gl├╝cklicherweise kann Wabenhonig heute einfacher und tierschutzkonform geerntet werden. Dennoch ist und bleibt es die urspr├╝nglichste Form der Honiggewinnung und daran hat sich auch nichts ge├Ąndert.

Wie wird Wabenhonig heute gewonnen?

Heute verwenden die meisten Imker spezielle Holzrahmen, in die die Tiere ihre Waben bauen. Sind diese mit Honig gef├╝llt und verdeckelt, entnimmt der Imker die R├Ąhmchen samt Wabenzellen und hat feinsten Wabenhonig - der ├╝brigens auch als Scheibenhonig bezeichnet wird. Im Wabenhonig befinden sich neben eingelagerten Honig noch Pollen. Diese verfeinern das Geschmacksbild des Honigs noch weiter, stellen also eine Bereicherung dar.

Und wie isst man die ganze Wabe?

Im Mund werden die Wachszellen zerdr├╝ckt und der auslaufende Honig verspeist. Nat├╝rlich kann das Wabenst├╝ck auch wie ein Bonbon gelutscht werden, gro├če Fans kauen die Wabe ordentlich durch und manche schlucken sie sogar. Sowohl langes Kauen als auch das Herunterschlucken ist jedoch nichts f├╝r zarte Gem├╝ter, da die Wachsanhaftung an den Z├Ąhnen nicht gerade angenehm ist.

Eine andere Variante besteht darin, den Honig direkt von der frischen Wabe auf das mit Butter bestrichene Brot tr├Âpfeln zu lassen. Geschmacklich bietet Wabenhonig je nach Herkunft Einfl├╝sse zwischen milden Komponenten und herben Noten durch die Wabe.

Und sind Honigwaben nun gesund oder nicht?

Honigwaben dienen in erster Linie einem Geschmackserlebnis. Es gibt zwar Stimmen, die ihn bei diversen Beschwerden empfehlen - haupts├Ąchlich bei Erk├Ąltungskrankheiten und Allergien -, doch gesicherte Studienergebnisse gibt es hierf├╝r nicht. Vor allem darf die Wirkung von Honigwaben an den Z├Ąhnen nicht untersch├Ątzt werden, kaut man zu lange darauf herum, ist das eine klebrige Angelegenheit, die sich nicht so schnell in Wohlgefallen aufl├Âst.

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