Deutscher Honig bei beegut

Ist es tatsächlich erwähnenswert, wenn Honig aus Deutschland stammt? Ja, das ist es. Deutscher Honig ist eine regionale Spezialität, unverfälscht, unbehandelt und rein. Klingt nach Werbung? Mag sein, doch ähnlich wie beim Bier gibt es für deutschen Honig eine Art Reinheitsgesetz, welches ganz klar regelt, wann “Deutscher Honig” auf dem Etikett stehen darf und wann nicht.

Wir sind sehr stolz auf unsere deutsche Honigsorten, die selbstverständlich analysiert, geprüft und kontrolliert sind. In ganz Deutschland brummt und summt es zur Bienensaison. Vom hohen Norden bis tief in den Süden stehen zahlreiche Bienenstöcke von kleinen und mittelgroßen Imkereien auf Feldern, in Wäldern oder in Wiesenlandschaften. Mit viel Liebe und Leidenschaft werden die Bienen sorgsam beobachtet, die Bienenstöcke kontrolliert und wenn es soweit ist, erfolgt eine schonende Ernte des Honigs. So entsteht landauf, landab eine naturbelassene Köstlichkeit, die jeden Frühstückstisch bereichert. Welchen unserer deutschen Honige möchtest du zuerst probieren? Den Edelkastanienhonig aus dem Schwarzwald? Den Lindenblütenhonig aus Norddeutschland? Unseren echten Fenchelhonig aus dem Südharz? Oder doch lieber den stattlichen Waldhonig, dessen Ursprung in den dichten Wäldern Süddeutschlands liegen?



Deutscher Honig - klare Definition

Honig ist nicht gleich Honig. In Deutschland wird Honig eine deutlich gewichtigere Bedeutung zugemessen als in vielen anderen Ländern. Das bedeutet nicht, dass Honige aus anderen Ländern per se schlecht sind. Im Gegenteil, schau dir nur unseren hochwertigen Akazienhonig aus Ungarn an. Es gibt jedoch ein kleines Merkmal, welches vielleicht als Indiz gewertet werden könnte: Die Deklaration, die eine “Mischung aus EG- und Nicht-EG-Länder” ausweist. Hier wird nicht klar, woher der Honig genau kommt.

In Deutschland regeln sowohl die Honigverordnung als auch der Deutsche Imkerbund die Vermarktung von Honig. Beide Instanzen sorgen dafĂĽr, dass es hierzulande solch strenge Regelungen gibt. Zum GlĂĽck! Denn letztendlich ist und bleibt damit Honig ein hochwertiges und naturbelassenes Bienenprodukt, ohne groĂźartige Eingriffe des Menschen.

Das sagt die Honigverordnung

Ein kleiner Auszug aus der deutschen Honigverordnung macht deutlich, was Honig ist:

„Honig ist der natursüße Stoff, der von Honigbienen erzeugt wird, indem die Bienen Nektar von Pflanzen oder Sekrete lebender Pflanzenteile oder sich auf den lebenden Pflanzenteilen befindende Exkrete von an Pflanzen saugenden Insekten aufnehmen, durch Kombination mit eigenen spezifischen Stoffen umwandeln, einlagern, dehydratisieren und in den Waben des Bienenstocks speichern und reifen lassen.
Honig besteht im Wesentlichen aus verschiedenen Zuckerarten, insbesondere aus Fructose und Glucose, sowie aus organischen Säuren, Enzymen und beim Nektarsammeln aufgenommenen festen Partikeln. Die Farbe des Honigs reicht von nahezu farblos bis dunkelbraun. Er kann von flüssiger, dickflüssiger oder teilweise bis durchgehend kristalliner Beschaffenheit sein. Die Unterschiede in Geschmack und Aroma werden von der jeweiligen botanischen Herkunft bestimmt..“
(Zitat aus der Honigverordnung von 2004, Anlage 1, Abschnitt 1 Allgemeines)

Honig unter dem Mikroskop

Honig darf weder etwas entzogen noch etwas hinzugefügt werden. Das Naturprodukt Honig lässt sich relativ einfach labortechnisch genau analysieren. Dabei gilt der Wassergehalt als ein wichtiger Indikator:

Laut der Honigverordnung darf der Wassergehalt von Honig höchstens 20 Prozent betragen, mit zwei Ausnahmen: Heidehonig liegt bei höchstens 23 Prozent, Backhonig bei 25 Prozent. Der Deutsche Imkerbund (DIB) geht hier sogar noch einen Schritt weiter, demnach darf der Wassergehalt im Honig bei höchstens 18 Prozent liegen, wobei auch hier der Heidehonig mit 21,4 Prozent eine Ausnahme macht.

Neben dem Wassergehalt werden im Labor noch weitere Untersuchungen durchgeführt: das Zuckerspektrum, der Wert wasserunlöslicher Stoffe, die elektrische Leitfähigkeit, der Säuregehalt, die Enzymaktivität und die Pollenanteile.

Die elektrische Leitfähigkeit ersetzt das einstige Messen des Aschegehaltes, also der Gehalt an Mineralien und Spurenelementen. Mit der elektrischen Leitfähigkeit lässt sich zusätzlich zur Pollenanalyse Sortenhonig bestimmen.

Das wiederum bringt uns gleich zum nächsten Aspekt des Sortenhonigs. Honig darf nur als Sortenhonig verkauft werden, wenn er überwiegend (mindestens 60 Prozent) Nektar oder Honigtau der genannten Pflanze enthält. Also darf “Rapshonig” nur dann als Rapshonig bezeichnet werden, wenn sich mindestens 60 Prozent Nektar der Rapspflanze enthält. Der Nektargehalt wird bei unseren Sortenhonigen unter anderem über eine Pollenanalyse geprüft. Wo “Lindenblütenhonig” drauf steht, sind also mindestens 60 Prozent Nektaranteile der Lindenblüte enthalten.  

Echter Deutscher Honig

Vielleicht hast du dich schon mal gewundert, warum die Bezeichnung “Echter Deutscher Honig” nicht von jedem Imker genutzt wird? Der Grund ist ganz einfach - es gibt einen Unterschied zwischen den Begriffen “Deutscher Honig” und “Echter Deutscher Honig”. Letzteres ist eine vom Deutschen Imkerbund e.V eingetragene Marke, die vor über 90 Jahren zur Sicherung des deutschen Honigmarktes eingeführt wurde. Imker, die echten deutschen Honig mit dem Verbandswarenzeichen anbieten möchten, müssen einige Voraussetzungen erfüllen: Sie sind beispielsweise Mitglied in einem Imkerbund oder einem an den Verband angeschlossenen Verein. Die Zahl der Völker muss gemeldet werden und eine zertifizierte Honigschulung dokumentiert und prüft den Kenntnisstand des Imkers.

Die typischen Gläser des Deutschen Imkerbundes dürfen nur von Imkern in Verkehr gebracht werden, die obige Voraussetzungen erfüllen, was streng kontrolliert wird.

Der genaue Blick aufs Etikett

In Supermärkten finden sich häufig Honige, die den Eindruck vermitteln, aus Deutschland zu sein. Erst ein genauer Blick auf das Etikett verrät, dass es sich um eine “Mischung von Honig aus EG- und Nicht-EG-Länder” handelt. Diese Herkunftsangabe ist gesetzlich vorgeschrieben, auch wenn bei diesen Honigen nicht ersichtlich wird, woher sie denn nun stammen. Da die Begrifflichkeit “Deutscher Honig” ein echtes Qualitätsmerkmal ist, würde wohl keine Imkerei auf diesen Zusatz verzichten.

Es ist ĂĽbrigens auch erlaubt, seinen Honig mit einer geographischen Angabe zu bezeichnen. Dann muss der Honig allerdings komplett aus der angegebenen Region stammen, etwa der Schwarzwaldhonig oder Bayrischer Waldhonig.

Kontrollierte Qualität

Viele Imker sind nicht im Deutschen Imkerbund und produzieren einen ausgezeichneten Honig. Bei vernünftiger Bienenhaltung und fachgerechter Honigernte sind die Voraussetzungen, um beispielsweise “Deutschen Honig” zu verkaufen, ohnehin gegeben. Eine gesetzliche Pflicht zur Analyse besteht übrigens nicht, für viele kleinere Imker lohnt sich der Aufwand auch gar nicht. Deswegen finden sich häufig Angaben wie “Sommerblütenhonig” auf dem Etikett, obwohl es eigentlich ein astreiner Weißkleehonig wäre. Unsere Sortenhonige werden vor dem Abfüllen analysiert, so dass wir sicher sein können, sortenreinen, naturbelassenen Honig anzubieten. Wir beziehen unsere Honige ausschließlich bei kleineren oder mittleren Imkereien, die eines eint: Die Liebe zur Natur, die Begeisterung für Bienen und Bienenerzeugnisse und dem Bestreben, ausschließlich allerhöchste Premium-Qualität anzubieten. Denn der Unterschied zwischen einem echten, reinen Honig und einer “Honigmischung” ist schmeckbar.


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