Blütenpollen Dosierung & Anwendung

Blütenpollen schmecken erstaunlicherweise recht gut. Etwas herb, ein bisschen  süßlich und ein hauch exotisch. Die kleinen Pollenkörner lassen sich gut in verschiedene Speisen integrieren, sie verfeinern, sie süßen und sie runden bei angemessenem Gebrauch die Nährstoffversorgung ab.

Inhaltsübersicht

    Blütenpollen eilt derzeit der Ruf eines “Superfoods” voraus. Das ist umso beeindruckender, da sonstige sogenannte “Super-Nahrungsmittel” exotischen Ursprungs sind. Chia-Samen, Goji-Beeren oder Matcha werden aus fernen Ländern zu uns transportiert und mit Begeisterung gekauft. Dabei haben wir hinreichend heimisches “Superfood”, welches jedoch leider nur selten die verdiente Aufmerksamkeit generiert. Umso erfreulicher, dass Blütenpollen nun auch derzeit in aller Munde sind - im wahrsten Sinn des Wortes.

    Powernahrung für die Bienen

    Blütenpollen sind die männlichen Keimzellen von Blüten. Diese werden von Bienen gezielt gesammelt, mit Enzymen und Nektar versehen und zum Bienenstock transportiert. Pollen bieten für die Tiere die einzige Proteinquelle, da sie hochwertiges Eiweiß und vor allem Aminosäuren enthalten. Es ist die Aufzuchtnahrung für die Brut, denn neben dem wertvollen Protein verstecken sich in den einstigen Pflanzenteilen noch viele Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.

    Das einzelne Staubkorn der Blüte ist winzig klein und mit bloßem Auge nicht erkennbar. Erst der “Zusammenschluss” vieler solcher Staubpartikel ergibt ein kleines Körnchen in goldgelben Farbvariationen. Pollen gelten als nahrhaft und vor allem sind sie als Zutat in so manchen Speisen richtig lecker.

    Tipps zur Verwendung

    Blütenpollen Verwendung

    Blütenpollen sind Lebensmittel und kein Medikament, deswegen ist der Begriff “Dosierung” vielleicht nicht unbedingt angebracht. Da sie jedoch meist ganz gezielt eingesetzt werden und vor allem in der Apitherapie als alternatives Heilmittel gelten, bekommt die Begrifflichkeit der Dosierung einen akzeptablen Rahmen. Pollen lassen sich ganz einfach in die tägliche Ernährung integrieren, sie schmecken ganz ausgezeichnet zu Milchprodukten wie Joghurt, Buttermilch oder Quark und sie peppen Fruchtspeisen wie Smoothies, Obstsalate oder Fruchtpürees auf. Viele Anhänger schwören auf die Zugabe im Müsli und eine ganz besonders leckere Variante bildet das knusprige Brötchen, fein mit Butter und Honig bestrichen - und obendrauf ein paar Blütenpollen.

    Blütenpollen und ihre “Wirksamkeit”

    Wir von beegut möchten darauf hinweisen, dass Blütenpollen in keiner Weise medikamentös einsetzbar sind. Auch wenn zahlreiche Publikationen die Wirksamkeit und Dosierung von Blütenpollen in vollen Zügen ausbreiten, ist das noch lange nicht rechtens. Wir möchten uns an das geltende EU-Gesetz halten, welches werbeträchtige Gesundheitsversprechen nicht oder nur in bestimmten Fällen erlaubt (Health-Claim-Verordnung). Deswegen gibt es hier keine relevanten Aussagen über eine eventuelle Wirkung von Blütenpollen.

    Dafür dürfen wir natürlich darauf hinweisen, dass eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung gut für den Organismus ist. Und hier können Blütenpollen tatsächlich unterstützen. Die kleinen Körnchen liefern zahlreiche Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und vor allem Protein. Zusätzlich konnten in Pollen noch Antioxidantien und wertvolle Omega-3-Fettsäuren nachgewiesen werden, was gemeinsam mit den essentiellen Aminosäuren ein nahrhaftes Lebensmittel ergibt. Nicht zu vergessen, dass die ganze Palette des Vitamin-B-Komplex enthalten ist.

    Blütenpollen als Proteinquelle

    Laut Verordnung der Health-Claim gibt es genaue Vorgaben, wann ein Lebensmittel mit welchen Worten beschrieben werden darf: Von einer “Proteinquelle” ist dann die Rede, wenn das Lebensmittel mindestens 12 Prozent des gesamten Brennwertes enthält. Da Blütenpollen im Schnitt zwischen 18 und 20 Gramm Eiweiß auf 100 Gramm Gesamtmasse enthalten, dürfen sie mit Fug und Recht als Proteinquelle bezeichnet werden. Das wirft wiederum die Frage auf, wie viel man von den kleinen Körnern essen darf, ohne sich beziehungsweise seinem Organismus zu viel zuzumuten? Konkret: Was ist über die Dosierung von Blütenpolle zu beachten?

    Die Dosierung von Blütenpollen

    Der Proteinbedarf des Menschen ist individuell. Schwangere, Stillende, Vegetarier, Veganer sowie Sportler benötigen mehr Eiweiß. Als Faustformel werden von vielen Eränhrungsexperten 0,8 Gramm Eiweiß pro Kilo Körpergewicht bei Personen über 18 Jahren angegeben.

    Natürlich sollte der Eiweißbedarf nicht nur über Blütenpollen gedeckt werden, doch sie bieten eine gute Zusatzversorgung an. Normalerweise erfolgt eine Dosierung schrittweise, so werden bei der ersten Verwendung nur ganz wenige Körnchen genommen, um die Verträglichkeit auszuloten.

    Hier reichen bereits zwei oder drei Körnchen, die entweder im Mund zergehen können oder in eine Milch- oder Fruchtspeise eingerührt werden. Diese Dosis wird dann über mehrere Tage gesteigert, bis die Menge eines Teelöffels erreicht ist.

    Hinweise zur Einnahme und Dosierung

    In der Apitherapie (Bienenheilkunde) wird gerne darauf verwiesen, dass pur eingenommene Blütenpollen ihr volles Nährstoff-Spektrum nicht ausspielen können. Sie haben zwar eine ausgezeichnete Bioverfügbarkeit, doch damit die Nährstoffe dem Organismus in voller Kraft zur Verfügung stehen, sollten sie über einige Zeit in der Milch, im Joghurt oder in der Obstspeise “eingeweicht” werden. Alternativ können die kleinen Kügelchen auch über die Mundschleimhaut ihre Nährstoffe freisetzen, wenn sie einfach einige Zeit im Mund belassen werden. Zudem sollte Pollen nicht mit industriell hergestellten Zucker verzehrt werden, da dieser die Nährstoffe an sich bindet, was sie dann nutzlos für den Stoffwechsel macht.

    Hinweis für Allergiker

    Es empfiehlt sich für Menschen mit einem sensiblen Verdauungssystem einen Arzt zu konsultieren, bevor sie Blütenpollen einnehmen möchten. Dieser kann anhand der geschilderten Ernährungsgewohnheiten einschätzen, ob eine Überversorgung mit Nährstoffen drohen könnte. Denn eine ausgewogene Ernährung beinhaltet weder zuviel noch zuwenig des Guten.  

    Allergiker (Pollenallergiker, Bienenprodukt- oder Bienenstichallergiker) sollten sich lieber nicht auf Blütenpollen einlassen, zu groß ist die Gefahr, dass das Immunsystem überreagiert. Ausnahme: Der Arzt empfiehlt ganz gezielt den Einsatz von Pollen, da diese auch gerne zur Desensibilisierung einer Pollenallergie verwendet werden. Das ist allerdings nur unter ärztlicher Aufsicht möglich - keinesfalls in Eigenregie.


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